Mein Hashimoto

An einer Schilddrüsenkrankheit zu erkranken, wie zum Beispiel Hashimoto ist für viele erst mal ein Schock.

Ich habe Hashimoto! Und das schon sehr sehr lange… ich glaube ich war kaum 20 Jahre alt, als meine damalige Ärztin die Diagnose gestellt hat. Es ging mir wirklich sehr schlecht damals. Ich war super müde, meine Haare fielen aus und mein Körper nahm schon beim anblick von Kuchen direkt zu. Es waren noch unzähliche kleine Symtome die mir das Leben schwer machten, bis ich mit der Richtigen Diagnose und Einstellung der Tabletten, gut leben kann.

Was bedeutet Hashimoto Thyreoiditis?

“Thyreoiditis” bedeutet Entzündung der Schilddrüse. Die Hashimoto Thyreoiditis ist eine nach ihrem Erstbeschreiber Dr. Hakaru Hashimoto benannte autoimmune Schilddrüsenentzündung. Es gibt neben den autoimmunen Schilddrüsenentzündungen noch andere Schilddrüsenentzündungen.

Hakaru Hashimoto von Beruf her Pathologe und Chirurg berichtete erstmals 1912 über Hashimoto Thyreoiditis. 

Symptome
Aufgrund der möglichen anfänglichen Schilddrüsenüberfunktion (Syn. Hashitoxikose) können für eine gewisse Zeit folgende Symptome auftreten:

Nervosität
Reizbarkeit
Rastlosigkeit
Zittern der Hände
Schlafstörungen
Schwitzen
Herzklopfen und Herzrasen
Herzrhythmusstörungen
Feuchtwarme Haut
Heißhunger und Durst
Gewichtsverlust trotz guten Appetits
Bei Frauen zusätzlich Störungen im Menstruationszyklus (unregelmäßige oder verstärkte Blutungen, Ausbleiben der Regelblutung)
Langfristig folgt schließlich das Einsetzen der Schilddrüsenunterfunktion mit folgenden Symptomen:

Niedrige Körpertemperatur
Erhöhte Kälteempfindlichkeit
Ödeme (Schwellungen durch Wassereinlagerungen, besonders an Lidern, Gesicht, Extremitäten, Myxödem)
Kloß im Hals
Strangulationsgefühl (auch nur phasenweise)
Häufiges Räuspern und Hüsteln
Heisere oder belegte Stimme (Stimmbandödem)
Depressive Verstimmung
Motivationslosigkeit
Antriebslosigkeit
Muskelschwäche
Muskelverhärtung
Trockene und rissige Haut und damit verbundener Juckreiz
Trockene Schleimhäute
Brüchige Haare und Nägel
Haarausfall
Schnelle und starke (fast unkontrollierbare) Gewichtszunahme
Übelkeit
Verdauungsstörungen
Wachstumsstörungen
Herzvergrößerung
Verlangsamter Herzschlag
Verringerte Libido
Veränderter Zyklus (bei Frauen)
Augenerkrankung (endokrine Orbitopathie)
Gelenkschmerzen
Konzentrations- und Gedächtnisstörungen
Müdigkeit
Krankheitsverlauf
Der Krankheitsverlauf ist bei einem Großteil der Erkrankten leicht, doch sind auch mittelschwere und schwere Verläufe bekannt. Die Symptome sind vielfältig und – gerade am Beginn der Erkrankung – schwierig einzuordnen. Die Vielzahl und Variabilität der Symptome sowie der schleichende Verlauf erschweren die Diagnose.

Symptome einer Unterfunktion können bereits bei subklinischen (noch als euthyreot geltenden) Wertekonstellationen auftreten, weil der individuelle Wertespielraum in der Regel sehr viel kleiner ist als das auf statistischen Auswertungen beruhende, interindividuelle Referenzwertspektrum. Selbst subklinische Wertekonstellationen können daher bereits eine Minderung der Lebensqualität nach sich ziehen.

Quelle:  https://de.wikipedia.org/wiki/Hashimoto-Thyreoiditis

Derzeit ist Hashimoto nicht heilbar, kann jedoch mit der richtigen Einstellung der Hormone gut behandelt werden. Dieser Text ersetzt auf keinen Fall einen ärztliche Untersuchung. Für eine Untersuchung oder  Diagnose kontaktiert bitte den Arzt Eures Vertrauens. 

 

2 Idee über “Mein Hashimoto

  1. Ulrike Schön sagt:

    Hallo Sabine, hört sich nach einer tollen Frau an, die ich auch gerne wieder wäre. Habe leider heftige gesundheitliche Probleme seit 1 1/2 Jahren.
    Strangulationsgefühl / Kloß seit 16 Monaten. Nehme 112 Mykrogramm Thyroxin – vor 1 Jahr wurde die SD entfernt. Mich würde interessieren ob dieses Gefühl von zu wenig Hormonen kommt und ob du es kennst.

    Mit besten Grüßen von einer ebenso verrückten Küchenfee Ulrike

    • Sabine sagt:

      Hallo liebe Ulrike, ich habe das Gefühl nicht gehabt. Wenn du gut auf deinen Körper hörst, kannst du mit deinem Arzt die richtige Dosis herausfinden. Manches Mal brauchts ein bissel mehr an Thyroxin. Wir waren in der Hochphase auf 200 Myk. und heute bin ich bei 150 konstant und komme gut damit klar. Schilddrüse kann manchmal echt eine Berg und Talfahrt sein. Nicht aufgeben, es dauert seine Zeit bis sich alles eingespielt hat. Ich wünsche dir schnelle Besserung 🙂

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